Anlagestrategie - StockBoost ESA

Erkenntnisse der akademischen Forschung


Wir haben für Sie nachfolgend die zentralen wissenschafltlichen Erkenntnisse kurz zusammengefasst, die StockBoost ESA zugrunde liegen.

Sollten Sie weitere Fragen haben, treten Sie gern mit uns in Kontakt!


  • Die Preisreaktion nach Earnings Surprises und Prognoserevisionen ist unvollständig.
  • Der Post-Announcement-Drift nach Prognoserevisionen von Analysten & nach Gewinn-Überraschungen existiert und hält über mehrere Monate an.
  • Unternehmen mit einer positiven Earnings Surprise im vergangenen Quartal haben eine höhere Wahrscheinlichkeit einer erneuten Earnings Surprise im kommenden Quartal.

Der positive Aktienpreis-Drift ist…

  • in den ersten Tagen am grössten & hält für mindestens drei Monate in abgeschwächter Form an.
  • bei High-Innovation-Revisionen grösser, als bei Low-Innovation-Revisionen.
  • bei Aktien mit geringer Analystendichte (kleinkapitalisierte Unternehmen) grösser, als bei Aktien mit hoher Analystendichte.
  • umso grösser, je positiver die Prognoserevision und je positiver die Gewinnüberraschung.

Das Paradigma der klassischen Finanzmarktforschung ist die Effizienzmarkthypothese (efficient market hypothesis). Sie sagt, dass Märkte Informationen perfekt wiedergeben und impliziert so im Kern die Unmöglichkeit der Prognose von Aktienkursen. Da die Aktienkurse an den Kapitalmärkten stets unmittelbar sämtliche Unternehmensinformationen reflektieren, die verfügbar sind, müssen alle zukünftigen Abweichungen unvorhersehbar sein. Für bislang nicht bekannte Unternehmensinformationen gilt zudem, dass sie, sobald bekannt geworden, unmittelbar in die Preise integriert werden: „[A]djustment should be very quick in a perfect capital market where trading is frictionless and information flows freely to all participants and all participants value it equally“ (Latané/Jones 1977:1457).

Unabhängig von der Theorie, finden sich in der Realität wiederkehrende, anhand der efficient market hypothesis nicht erklärbare, Aktienkursentwicklungen, sogenannte Finanzmarktanomalien. Diese stellen die klassische Finanzmarktforschung vor Fragen, die diese nicht beantworten kann. Als Folge davon ist in den vergangenen Jahren das Interesse an alternativen Erklärungsansätzen mehr und mehr gestiegen.

Dabei sind insbesondere die Erkenntnisse der verhaltensorientierten Kapitalmarktforschung - Behavioral Finance - zunehmend in den Fokus gerückt. Nobelpreisträger Robert J. Shiller beschrieb die Behavioral Finance 2003 gar als eines der aktivsten Forschungsgebiete in der Öknonomie: „Behavioral Finnance — that is, finance from a broader social science perspective including psychology and sociology — is now one of the most vital research programs, and it stands in sharp contradiction to much of effcient markets theory“ (Shiller 2003:83).

Für die Entwicklung von StockBoost ESA haben wir insbesondere Erkenntnisse der Behavioral Finance in den Mittelpunkt gestellt, etwa den Post-Earnings-Aannouncement Drift (PEAD)* oder die Effekte von Prognose-Revisionen von Analysten. In der Literatur wird in diesen Zusammenhängen an verschiedenen Stellen auf überdurchschnittliche Erträge in der Größenordnung von ca. 18 Prozent verwiesen (e.g. Bernard/Thomas 1990:305, Ball and Brown 1968, Joy, Litzenberger/McEnally 1977, Watts 1978, Rendleman/Jones/Latane 1982, Foster/Olsen/Shevlin 1984).

*In der wissenschaftlichen Literatur wird dieser Effekt ebenfalls als Post-Announcement-Drift (PAD) oder Standardized Unexpected Earnings (SUE) bezeichnet.

Literaturhinweise:

Ball, R., Brown, P.: An Empirical Evaluation of Accounting Income Numbers, in: Journal of Accounting Research, Vol. 6, No. 2, 1968, S. 159-178.

Bernard, V. L., Thomas, J. K.: Post-Earnings-Announcement Drift: Delayed Price Response or Risk Premium?, in: Journal of Accounting Research, Vol. 27 No. (Supplement), 1989, S. 1-48.

Bernard, V. L., Thomas, J. K.: Evidence that stock prices do not fully reflect the implications of current earning for future earnings, in: Journal of Accounting and Economics, Vol. 13, 1990, S. 305-340.

Clement, M. B., Tse, S. Y.: Financial Analyst Characteristics and Herding Behavior in Forecasting, in: Journal of Finance, Vol. 60, No. 1, 2005, S. 307-341.

Latané, Henry A., and Charles P. Jones. “Standardized Unexpected Earnings -A Progress Report, in: The Journal of Finance, Vol. 32, No. 5, 1977, S. 1457–1465.

Givoly, D., Lakonishok, J.: Financial Analysts´ Forecasts of Earnings:Their Value to Investors, in: Journal of Banking & Finance, Vol. 4, No. 3, 1980, S. 221-233.

Griffin, P. A.: Competitive Information in the Stock Market: An Empirical Study of Earnings, Dividends and Analysts' Forecasts, in: Journal of Finance, Vol. 31, No. 2, 1976, S. 631-650.

Shiller, Robert J.: From Efficient Markets Theory to Behavioral Finance, in: The Journal of Economic Perspectives, Vol. 17, No. 1, 2003, S. 83–104.

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